Landschaften, Städte, Menschen, Kulturen, Religionen Indiens
Bei diesen Dia-Vorträgen werden die Augen nicht mit einer Unmenge von Bildern überflutet. Aus dem Fundus werden jeweils nur 80 bis 120 Fotos ausgewählt. Aber zu jedem Bild gibt es einen Kommentar oder eine kleine Geschichte.
Die Fotos sind meist mit Diafilmen auf einer analogen Spiegelreflexkamera aufgenommen und später digitalisiert worden. Je nach Räumlichkeiten und technischen Gegebenheiten werden sie mit einem Diaprojektor oder einem Digitalprojektor vorgeführt.
Erzählt wird der Mythos von der Herabkunft der Göttin Ganga vom Himmel auf die Erde, der die herausragende Stellung des Ganges als heiliger Strom begründet. Die Pilgerschaft insbesondere als Fußwanderung durch die Täler der Garhwal-Region im westlichen Himalaya zu den Quellen des Ganges gilt gläubigen Hindus bis heute als außerordentliches spirituelles Verdienst und als Höhepunkt eines Lebens. mehr...
Ihr ursprünglicher Name, unter dem die Stadt über drei Jahrtausende bekannt war, ist Kashi, „die Leuchtende“. Und sie leuchtet wirklich, auch heute noch jeden Morgen, wenn am östlichen Ufer des Ganges die Sonne aufgeht und die ca. fünf Kilometer lange Flussfront auf dem Westufer in goldenes Licht taucht, ein Zauber, dem sich kein Besucher entziehen kann. mehr...
Im Reich der Devi - die Vindhya-Berge im Herzen Indiens 
Zwischen der Gangesebene im Norden und dem Tal der Narmada im Süden erstreckt sich die Vindhya-Gebirgskette quer durch den indischen Subkontinent. Es ist eine urwüchsige, dünn besiedelte Landschaft, in der kleine Flüsse spektakuläre Schluchten und imposante Wasserfälle gebildet haben.
In diesem abgeschiedenen Bergland befinden sich uralte Kultstätten der großen Muttergottheit Indiens, die unter den Namen Durga, Kali, Vindhyavasini bekannt ist. mehr...
Khajuraho und Konarak 
Spiritualität und Eros in der Tempelbaukunst
Die Tempelgruppe von Khajuraho in Zentralindien (10.- 14. Jh.) und der Sonnentempel von Konarak an der Bucht von Bengalen (13. Jh.), herausragende Beispiele mittelalterlicher Baukunst, zeigen in ihrem reichen Skulpturenschmuck nicht nur spirituelle Vergeistigung, sondern auch freudige Bejahung aller sinnlichen Genüsse und illustrieren die altindische Auffassung von der Heiligkeit allen Lebens. mehr...
Von den ‚Foothills’ zu den Schneegipfeln des Himalaya 
Die indischen Bundesstaaten Himachal Pradesh (‚Provinz der Schneeberge’) und Uttaranchal (‚Nördliche Berge’) verweisen schon in ihren Namen auf die Lage im Himalaya. Seit ältesten Zeiten war diese Region berühmt als das Land der Rishis (visionären Dichter) und Sannyasis (Weltentsagenden). Viele Episoden aus dem Mahabharata, dem großen mythisch-historischen Epos des alten Indien, spielen in diesem Bergland. Unter britischer Herrschaft wurden seine kühlen ‚Hill Stations’ zu beliebten Urlaubsorten, und die Stadt Simla wurde Sommersitz der Regierungsbehörden.
Ein außergewöhnliches Erlebnis ist das zehntägige Dussehra-Fest in Kulu, zu dem alle Ortschaften des langgestreckten Kulu-Tals Delegationen entsenden. Jede dieser Gruppen trägt silberne Masken der jeweiligen Gottheiten aus dem örtlichen Tempel in die Bezirkshauptstadt. Dort treffen sich alljährlich im Oktober Götter und Menschen der ganzen Region zu einem Fest, das feierliche Rituale mit ausgelassener Volksfeststimmung verbindet.
Glanz und Elend der Großmoguln 
Der Höhepunkt islamischer Herrschaft über Indien lag im 16. und 17. Jahrhundert. Die großen Herrscher der Moguldynastie, Abkömmlinge des zentralasiatischen Eroberers Timur Leng, unterwarfen sich ein Reich von Afghanistan bis Südindien. Sie ließen neue Hauptstädte, Festungen und Paläste, Mausoleen und Moscheen errichten. Akbar, der 3. Mogulkaiser, leitete eine zukunftweisende Politik religiöser und kultureller Toleranz ein, deren Geist sich auch in Kunst und Architektur spiegelt.
Der Vortrag gibt einen Überblick über die Geschichte der Mogul-Herrschaft in Indien (und deren bis heute wirksame Folgen), Kurzporträts der sechs großen Mogulkaiser von Babur, dem Gründer der Dynastie, bis Aurangzeb, unter dessen Herrschaft der Verfall einsetzte, die Entwicklung der Baukunst in den imperialen Städten, Delhi, Agra, Fatehpur Sikri bis zur vollendeten Harmonie des Taj Mahal, sowie Beispiele für die Miniaturmalerei der Mogulschule.
Maharashtra – Streifzüge durch Indiens Westprovinz
Die Region um Pune (Poona), Mumbai (Bombay), Kolhapur und Aurangabad sah die frühe Entwicklung buddhistischer, hinduistischer und jainistischer Höhlenklöster, die ihrerseits dem späteren Tempelbau entscheidende Impulse gaben. Maharashtra erlebte seine heroische Epoche im 17. und 18. Jahrhundert, als sich die Maratha-Fürsten gegen die Mogul-Herrschaft auflehnten und schließlich große Teile Indiens unter der Maratha-Konföderation vereinen konnten, die ihrerseits von der britischen Herrschaft abgelöst wurde.
Die Streifzüge führen zu den Höhlenklöstern von Karla, Bhaja, Ellora und Ajanta, an Zentren der gefühlsbetonten Bhakti-Religiosität, die in diesem Teil Indiens einen frühen Höhepunkt erlebte, an historische Stätten der Maratha-Herrschaft, in ländliche Regionen und in die modernen städtischen Metropolen. Die Landschaft zeigt vielfältige Gesichter vom Dekkan-Hochland durch die wildzerklüfteten Western Ghats bis zur Konkan-Küste mit ihrer tropischen Vegetation und weiten unberührten Stränden.
Auf Buddhas Spuren 
Der Vortrag gibt einen Überblick über Leben und Wirken des historischen Buddha. Anschließend wird illustriert, wie es heute an den Stätten seines Wirkens in den indischen Bundesstaaten Bihar und Uttar Pradesh aussieht: in Rajgir, wo er seine spirituelle Praxis begann und später den Hauptsitz seiner Bewegung aufbaute, in Bodh Gaya, wo er die Erleuchtung erlangte, in Sarnath bei Benares, wo er ‚das Rad der Lehre in Bewegung setzte’, und in Nalanda, wo er viele Jahre die Regenzeit verbrachte und wo Jahrhunderte später die größte und berühmteste buddhistische Klosteruniversität entstand. mehr...
Der Hinduismus
Die mit über einer Milliarde Anhängern drittgrößte Religion der Welt blickt auf eine viertausendjährige Entwicklung zurück. Der Vortrag umreißt ihre philosophischen und ethischen Grundprinzipien, ihre Vorstellung von Gott und den Göttern, ihr Bild vom Menschen und der Natur, ihre wichtigsten heiligen Schriften und ihre bedeutendsten Strömungen. Die Dias geben einen Einblick in den reichen Schatz an Bildern und Formen dieser bildfreudigen Religion und veranschaulichen die Gottheiten des Hindu-Pantheons, religiöse Volks- und Tempelfeste, häusliche Riten und Ausdrucksformen der Religion im Alltag.
Indische Mythen I Shiva und Shakti 
Mehr als durch die Rationalität philosophischer Systeme wurde auch in Indien die Mehrzahl der Menschen durch die Bildwelt der Mythen, wie sie in den alten Sanskrittexten der Puranas überliefert ist, in der Seele angesprochen.
Einer der großen Mythenkreise umfasst Erzählungen über den ‚großen Gott’ Shiva, der in seiner vielschichtigen Persönlichkeit schöpferische und zerstörende Funktionen vereint, der als Asket und ekstatischer Tänzer abgebildet wird. Ein anderer Mythenkreis erzählt von der Entstehung und den Taten der unter vielen Namen und in vielen Formen verehrten Weltenmutter. Als ‚Shakti’ (Energie) bildet sie zusammen mit Shiva, dem geistigen Prinzip, ein göttliches Paar, das am Ursprung aller Dualität und aller Schöpfung steht und wiederum als Ziel allen menschlichen Strebens nach Einheit und Erlösung angesehen wird.
Die Mythen werden illustriert mit Dias von Bildhauerwerken und Malereien an alten Tempeln, von heutigen religiösen Ritualen und modernen populären Darstellungen mythologischer Motive. Kurze Tonaufzeichnungen von Hymnen an Shiva und Shakti runden die Darstellung ab.
Indische Mythen II Vishnu und seine Avataras
Ein weiterer großer Mythenkreis hat den Gott Vishnu und seine Avataras (Herabkünfte auf die Erde) zum Thema. Unter den drei göttlichen Tätigkeiten des Erschaffens, Erhaltens und Auflösens bewirkt Vishnu vor allem vor allem die Erhaltung der Schöpfung und der kosmischen Ordnung. In zehn großen Mythen wird beschrieben, wie er sich von seiner transzendenten Ruhestätte auf dem Weltozean erhebt und sich in tierischer oder menschlicher Gestalt auf der Erde inkarniert, um eine Bedrohung der Weltordnung und alles Lebens durch dämonische Mächte zu beseitigen. Am bekanntesten und bis heute beliebtesten sind seine menschlichen Avataras als Rama, der unrechtmäßig ins Exil verbannte Prinz und spätere ideale Herrscher, und als Krishna, der als verspieltes Kind, als eine Zauberflöte spielender Hirtenjunge, als unbesiegbarer Vernichter der Dämonen, später als Herrscher und Weisheitslehrer die Herzen der Menschen gewinnt.
Bilder von alten und modernen, künstlerischen, populären und szenischen Darstellungen Vishnus und seiner Avataras illustrieren die mythologischen Erzählungen.

